Vögel in der Kunst

Überall, ganz gleich, ob wir in der Stadt oder auf dem Land leben, begegnen uns Vögel. Amseln hopsen auf dem Rasen umher, Tauben gurren in den Bäumen und Meisen schauen uns von den Zweigen unserer Gartensträucher interessiert beim Unkrautjäten zu. 

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Die ganze Bandbreite der Vogeldarstellung

Die Kunst bringt diese Allgegenwärtigkeit der gefiederten Wesen über die Epochen hinweg in unzähligen Gemälden und Zeichnungen zum Ausdruck. In ihrem Bildband „Vögel in der Kunst“ zeigen die Autoren Angus Hyland und Kendra Wilson die ganze Bandbreite der Vogeldarstellung in der Kunst vom frühen 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. 

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Symbolische Bedeutung

Die 180 Abbildungen werden ergänzt durch Hintergrundwissen über die Künstler, die Entstehung der Werke und die unterschiedlichen Vogelarten. 

„Vögel haben seit jeher große symbolische Bedeutung. Da sie fliegen können, gelten sie als Wanderer zwischen den Welten, wie zum Beispiel die Taube, die mit einem Ölzweig vom Land über der abflauenden Sintflut schwebt, oder der Rabe, der als Todesbote betrachtet wird.“

Das schreiben Angus Hyland und Kendra Wilson in ihrem Vorwort. In ihrem Buch werden sie damit auch der Symbolik gerecht, die der Vogel als solcher und die eine oder andere Art im Besonderen für uns Menschen hat.

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Spürbare Zuneigung

In kurzen aber informationsreichen Texten erhält der Leser Einblick in Künstler, Kunststile und die Rolle, die der Vogel hier jeweils einnimmt. Aus dem einen oder anderen Satz der liebevoll formulierten Texte wird die Zuneigung deutlich, die beide Autoren offensichtlich den geflügelten Hauptdarstellern der Bilder entgegenbringen.
Dabei beschränken sie sich nicht auf die westliche Welt, sondern zeigen auch faszinierende Vogeldarstellungen z. B. aus dem asiatischen Raum.

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Schöne Typographie

In dem Buch wechseln sich ganzseitige Abbildungen und Bilder mit erklärenden Texten mit „Spruch“-Seiten ab. Darauf werden die Vogelbilder von aphorismen-ähnlichen Sätzen begleitet, die typographisch sehr schön und anspruchsvoll gesetzt sind.

Vögel in der Kunst Seite 88
aus "Vögel in der Kunst", Matt Adrian, "Im ergreifenden Moment der Endlichkeit klingt die Vibration der Atome wie Gesang", 2009, S. 88

Fester Platz auf dem Sofatisch

Dieser Bildband hat mich anfänglich mit dem etwas kleinen Format überrascht, aber ganz schnell mit der Auswahl der Gemälde, Zeichnungen und Grafiken überzeugt. Die Text und die überaus ästhetische Gestaltung des Buches taten ihr Übriges. Bei mir wird „Vögel in der Kunst“ einen festen Platz auf dem Sofatisch bekommen.
Mein Lieblingsbild – mit dem begleitenden Text – ist übrigens „Frau mit Krähe“ von Pablo Picasso. Aber seht doch selbst!

Vögel in der Kunst

Angus Hyland und Kendra Wilson

16,3 x 20,8 cm, 160 Seiten, 110 farbige Abbildungen,
Taschenbuch mit Schutzumschlag

DuMont Buchverlag
ISBN 978-3-8321-9980-7
20,- €

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Eine Antwort auf „Vögel in der Kunst“

  1. Danke für diesen Einblick in die Vogelwelt der Kunst.
    Wir haben ein Amselnest im Garten und ich bin schon gespannt, wann die jungen Amseln dort fiepen.
    Oft schon habe ich dieses Spektakel in Zeichnungen festgehalten.
    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende,
    Susanne

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